Einladung zum 12. “Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main”

Einladung zum 12. “Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main”

Datum:          08. Dezember 2011

Gastgeber:  Stadt Oberursel Hessenstadt 2011 Bau und Service, Eigenbetrieb der Stadt Oberursel, Oberurseler Straße 54, 61440 Oberursel (Taunus)

Veranstaltungsort:  Taunushalle in Oberstedten, Landwehr 6

Veranstalter:           AK Kommunale Grünpflege Rhein Main                                                        
info@arbeitskreis-kommunale-baumpflege-rhein-main.de

Organisation:      
Thomas Bücher (Stadt Oberursel) Tel.: 06171-704 466
                                   Sylvio Jäckel (Stadt Dreieich) Tel.: 06103-601 457
                                   Matthias Zorn (Büro Zorn) Tel.: 06081-2643

Moderation:         Matthias Zorn (ö.b.v.SV) Gartenbau Sachverständigenbüro Zorn

Sponsoren:          Baumpflege Gebr. Krämer, SV Büro Zorn

TOP:1
9:00 – 9:30 Uhr Begrüßung

Michael Weise Erster Betriebsleiter BSO

Thomas Bücher  Fachbereichsleiter BSO

TOP:2
9:30 – 10:00 Uhr Aktuelles

Höhlenbäume im urbanen Raum und die artenschutzrechtliche Bedeutung dieses Lebensraumes
Herr Dr. Markus Dietz Institut für Tierökologie und Naturbildung
Um dem verborgenen Leben in alten Baumhöhlen auf die Spur zu kommen, führt das Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main zurzeit ein Projekt durch, bei dem in den Parks und Friedhöfen Frankfurts nach alten Bäumen mit Baumhöhlen gesucht wird.


[10:00-10:30 Kaffeepause]

TOP: 3
10:30 – 11:30
“Bauen im Baumbereich” DIN 18920
Dipl.-Ing. Matthias Zorn ö.b.v.SV – Gartenbau Sachverständigenbüro Zorn
Anforderungen für eine fachgerechte Baustelleneinrichtung. Überwachung der Baustelle. Sicherung der Wasserversorgung. DIN 18920 und RAS LG4.
Praxisbeispiele und Vorstellung einer beispielhaften Dienstanweisung.

TOP 4: 11:30 – 12:00
“Erfahrungen beim Bürgerprojekt “Neuanlage einer Eichenallee” in Dreieich-Götzenhain“-mit Diskussion bis zur Mittagspause-
Dipl.-Ing. Sylvio Jäckel Stadt Dreieich

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Bericht vom 11. AK Kommunale Baumpflege Rhein Main

Bericht vom 11. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main am 30.09.2010 in Bad Nauheim

Am 30. September 2010 fand in der Landesgartenschaustadt Bad Nauheim der 11. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main statt. Der AK Kommunale Baumpflege Rhein Main ist eine Kommunikationsplattform für kommunale Bedienstete im Großraum Rhein-Main, die in ihrer Stadt das Baummanagement organisieren. Mit 50 Teilnehmern war das Treffen, wie bereits in den Vorjahren, wieder ausgebucht.
img_0035_exposure.jpgBürgermeister Bernd Witzel begrüßte die Teilnehmer in Bad Nauheim. Die Kurstadt mit 31.000 Einwohnern liegt im Herzen des Wetteraukreises und ihre Bedeutung als Kurstadt ist in den Solequellen begründet. Ihre Nutzung lässt sich bis in das 5. vorchristliche Jahrhundert zurückverfolgen. Heute machen Bad Nauheim neue, ganzheitliche Untersuchungsmethoden und Angebote der Prävention in 14 Kliniken weit über Hessen hinaus bekannt.Witzel betonte, dass das Öffentliche Grün ein sensibler und sehr öffentlichkeitswirksamer Bereich sei. Er selbst habe als Bürgermeister über Jahre erfahren, „ dass jeder, der zu Hause zwei vertrocknete Geranien vor der Türe stehen hat plötzlich Fachmann ist“, wenn es um Bäume in der Stadt gehe. „Jeder will mitreden, das macht die fachliche Arbeit manchmal sehr schwierig.“ Entsprechend wichtig sei ein gutes Fachwissen der Mitarbeiter und der Austausch der Kommunen untereinander, der sicher noch intensiviert werden könnte. Bei der Frage, ob er die Landesgartenschau, wenn er es mit den gemachten Erfahrungen noch einmal zu entscheiden hätte, wieder bejahen würde, ließ er keinen Zweifel aufkommen: „Auf jeden Fall!“ würde er sich wieder dafür einsetzen.
Hans-Martin Hermann, Fachdienstleiter Grünflächen der Stadt Bad Nauheim und Frank Ludwig, Fachdienstleiter der Kur- und Servicebetriebe Bad Nauheim stellten im Anschluss kurz ihre Aufgabengebiete vor. Die 31 000 Einwohner- Stadt hat mit 60 ha Park- und Grünflächen und 11.500 kartierten Bäumen einen verhältnismäßig hohen Bestand an Grünflächen und Bäumen. In der Pflege befinden sich neben öffentlichen Grünflächen und dem Kurpark auch Objekt- und Straßenbegleitgrün, Sportplätze, 13 Kindertagesstätten und 28 Kinderspielplätze.Anschließend berichtete Baumsachverständiger Matthias Zorn aus Usingen/Taunus über Aktuelles aus der Baumkontrolle. Zunächst propagierte er das Modell der optimierten Kronenformen. Er zeigte auf, dass an Bäumen mit aus der Krone heraus ragenden Kronenteilen grundsätzlich Probleme vorprogrammiert sind. Als Lösung schlug er vor, Asteinkürzungen rechtzeitig vorzunehmen. Weiterhin berichtete er über steigende Jahreszuwachsraten von Fäulepilzen in Bäumen im Rhein Main – Gebiet. Invasive Untersuchungen an Bäumen haben gezeigt, dass in den letzten Jahren Zuwächse von zwei bis drei Zentimeter pro Jahr zu verzeichnen waren. „Vor einigen Jahren waren das im Mittel nur zirka ein Zentimeter pro Jahr“ konstatierte Zorn. Über Ursachen könne indes bisher nur spekuliert werden.Ein weiteres Thema war der Fremdbewuchs an Bäumen. Und hier im Besonderen der Efeu. Der Efeu schädige zwar den Baum nicht direkt, trotzdem könne er einen Baum als Licht- und Nahrungskonkurrent auf Dauer schwächen. So zum Beispiel in extremen Hitzephasen. „Da können dann schon mal ein paar Liter Wasser durch den dicken Efeustamm durchlaufen, das dem Baum dann einfach fehlt.“ so Zorn. Außerdem verwies er auf das Problem der Baumkontrolle: „Ein vollständig mit Efeu bewachsener Stammanlauf kann nicht kontrolliert werden. Es ist keine Aussage möglich.img_0038_exposure.JPGDanach referierte Joachim Schnabel, Sachverständiger für Pflanzenschutz, über aktuelle Entwicklungen aus dem Gebiet des Pflanzenschutzes. Zunächst berichtete er über Neues bei der Roßkastanienminiermotte. Diese habe in diesem Jahr in Freiburg zum ersten Mal eine dritte Generation ausgebildet. Ornithologen beobachten eine Nahrungsumstellung vor allem bei Kohl- und Blaumeisen sowie bei Rotkehlchen in den Städten. Nach Schätzungen würden bis zu 500 Larven am Tag von einem Vogel verzehrt. Der Eichenprozessionsspinner ist weiter auf dem Vormarsch. In Hessen sind ausschließlich Bacillus thuringiensis- und Neem- Präparate zugelassen. „In Bayern darf leider auch Dimilin eingesetzt werden“, erläuterte Schnabel, und verwies auf die breite Palette der Nebenwirkungen von Dimilin.Weiterhin berichtete er von sich neu etablierenden Schadinsekten, allen voran die aus Amerika eingewanderte Kirschfruchtfliege und die Walnussfruchtfliege, die so manchem Kleingärtner den Sommer verdorben hätten. Mit ihnen ist leider auch in den kommenden Jahren verstärkt zu rechnen.Die Extremwetterperioden im Sommer 2010 haben, so Schnabel, auch Schädlingspopulationen begünstigt: So habe die extreme Hitzeperiode beispielsweise für eine starke Eichensplintkäferpopulation gesorgt und der überaus nasse August habe einen starken Befall durch Welkepilze wie den falschen Mehltau,Verticillium,Monilia oder auch Blattschorf verursacht.
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Klaus Körber von der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, Veitshöchheim (LVG), knüpfte in seinem Referat an die Problematik der Klimaveränderungen an und machte sich Gedanken zur Baumartenverwendung in der Stadt in Zeiten des Klimawandels. Körber führte aus, dass der Klimawandel dazu führt, dass einige bislang gängige Stadtbaumarten zunehmend von Krankheiten und Schädlingen befallen werden und deshalb keine Verwendung mehr finden werden.
In diesem Zusammenhang berichtete er vom gestarteten Projekt „Stadtgrün 2021“ der LVG (siehe Bericht in Baumzeitung 2/2010) und stellte einige vielversprechenden Arten vor.Abschließend betonte Körber noch einmal die Schnelllebigkeit unserer Zeit im Bereich der Baumartenwahl: „Alle gemachten Aussagen gelten nur für den heutigen Tag. Bereits Morgen kann schon wieder ein neuer Erreger auftauchen, der in Windeseile eine Baumart dahinrafft und neue Lösungen verlangt.

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Landschaftsarchitekt Sylvio Jäckel, Obernburg / Stadt Dreieich, beendete schließlich den Vortragsreigen mit einem Referat zum Thema „Schäden durch Bäume – Wann zahlt die Kommunalversicherung?“. Jäckel zeigte anhand von Fällen aus der Praxis auf, welche Schäden durch Bäume entstehen können und in welchen Fällen die Kommunalversicherung haftet.Die Veranstaltung schloss mit einem Besuch der Landesgartenschau Bad Nauheim (LaGa) unter Führung des LaGa-Geschäftsführersimg_0061_exposure.JPGHartmut Kind. Kind zeigte sich ob der Tatsache, dass zwei Wochen vor Beendigung der Schau die 500.000 ste Besucherin begrüßt werden konnte zufrieden und erleichtert. Damit wurde das anvisierte Ziel erreicht (Anm.: Die LaGa zählte am Ende 521.511 Besucher). Er berichtete von planerischen und organisatorischen Schwierigkeiten vor und während der Schau. So konnte beispielsweise das große Ponton am See aufgrund langwieriger Genehmigungsverfahren erst einen Tag vor Beginn der Schau fertig gestellt werden. Ein Sturmtief hatte außerdem im Frühjahr 25 Großbäume im Goldsteinpark „gefällt“. Kind unterstrich dabei, wie wichtig eine schnelle und gute Zusammenarbeit zwischen Betreibergesellschaft und Stadt ist.

Der 11. AK Kommunale Baumpflege Rhein Main wartete wieder mit spannenden und aktuellen Referaten zum Thema Baummanagement auf und auch die Pausen wurden zum Austausch gut genutzt. Die große Nachfrage am Arbeitskreis zeigt auf, dass das Baummanagement in den Städten eine wichtige Rolle spielt und ein fachlicher Austausch notwendig und gewünscht ist. Trotz der hohen Nachfrage hat sich der Arbeitskreis darauf verständigt, den Teilnehmerkreis nicht weiter zu erhöhen und auch in den kommenden Jahren die Obergrenze bei 50 Teilnehmern zu belassen, um einen Austausch noch zu ermöglichen.Für den Arbeitskreis 2011 haben sich die Städte Bensheim und Rodgau beworben.

Sylvio Jäckel

ak-grun-2010-8.jpg Foto: Sylvio Jäckel

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11. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main 30.09.2010

Datum:                     30. September 2010
Gastgeber:              Stadt Bad Nauheim, Fachbereich 2 Stadtentwicklung 
                                    und Fachbereich 6 Kur- und Servicebetriebe

Tagungsort:            Kurbetrieb Bad Nauheim, Hohe Straße 19,
                                    61231 Bad Nauheim
           
Veranstalter:           AK Kommunale Baumpflege Rhein Main
                                    
info@arbeitskreis-kommunale-baumpflege-rhein-main.de

Organisation:         
Sylvio Jäckel (Stadt Dreieich) Tel.: 06103-601457
                                   Peter Heumüller  (Stadt Bad Nauheim)
                                   Tel.: 06032-343259
                                   Frank Ludwig (Stadt Bad Nauheim, Kur- 
                                   und Servicebetrieb )
                                   Tel.:  06032- 928121
                                  

Moderation:             Matthias Zorn (ö.b.v.SV) Gartenbau
                                    Sachverständigenbüro Zorn

TOP 1
9:00 – 9:20 Uhr Begrüßung

Herr Frank Müller-Fachbereichsleiter Kur- und Servicebetriebe Stadt Bad Nauheim
Herr Frank Ludwig-Fachdienstleiter Kur- und Servicebetriebe Stadt Bad Nauheim
Herr Nas-Martin
 Herrmann  Fachdienstleiter Fachbereich Grünflächen Stadt Bad Nauheim

TOP 2
9:20 – 9:40 Uhr Aktuelles aus der Baumkontrolle und Baumpflege
 (Team Zorn)

TOP 3
9:40 – 10:00 Uhr Aktuelles aus dem Pflanzenschutz
ö.b.v.SV Dipl.-Ing Joachim Schnabel
TOP 4
10:30 – 11:00
Versicherungsfälle durch Baumversagen. Wann zahlt die Kommunalversicherung?
Sylvio Jäckel, Stadt Dreieich

TOP 5
11:00 – 12:00
Zur Auswahl von Baumarten unter dem Aspekt des Klimawandels Dr. Susanne Böll / Dr. Philipp Schönfeld, Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG), Veitshöchheim

TOP 6 
13:00 – 16:00

Führung durch die Landesgartenschau 2010 Stadt Bad Nauheim (Hartmut Kind, Geschäftsführer der Landesgartenschau)


 

Einladung zum Download

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10. Arbeitskreis am 7. Oktober 2009 Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main

10. Arbeitskreis Begrüßung durch Jesuiten Pater Wendelin KösterPater Wendelin Köster hat in seiner Begrüßung eine Bogen von der Theologie zur Baumpflege gespannt.
Dipl.-Ing. Markus Auburger referiert über die Kontrolle waldartiger BaumbeständeDipl.-Ing. Markus Auburger referiert über die Kontrolle waldartiger Baumbestände
Herrr Bechleor a.S. Neu von der Fa. Gebüder Krämer referiert über die baumpflegerischen Maßnahmen zur Errichtung eines Ruhewaldes in der Stadt Mörfelden-WalldorfHerrr Bechleor a.S. Neu von der Fa. Gebüder Krämer referiert über die baumpflegerischen Maßnahmen zur Errichtung eines Ruhewaldes in der Stadt Mörfelden-Walldorf
Dipl.-Ing. Markus Langer (Büro Zorn) referiert über Erfahrungen zu Dringlichkeitsstufen für Baumpflege- und SanierungsmaßnahmenDipl.-Ing. Markus Langer (Büro Zorn) referiert über Erfahrungen zu Dringlichkeitsstufen für Baumpflege- und Sanierungsmaßnahmen
 Ass. Jur. Ralf Mandernach (GVV) referiert über die Verkehrsicherungspflicht bei kommunalen BaumbeständenAss. Jur. Ralf Mandernach (GVV) referiert über die Verkehrsicherungspflicht bei kommunalen Baumbeständen
ö.b.v.SV. Dipl.-Ing. Joachim Schnabel referiert über den aktuellen Stand “Krankheiten bei kommunalen Baumbeständen und Bekämpfungsmöglichkeiten”ö.b.v.SV. Dipl.-Ing. Joachim Schnabel referiert über den aktuellen Stand “Krankheiten bei kommunalen Baumbeständen und Bekämpfungsmöglichkeiten”

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Gehölzempfehlungen Baumschule Bruns

geholzliste_arbeitskreis_braunfels_bruns.pdf

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Dringlichkeitsstufen Baumpflegearbeiten

dringlichkeitsstufen11_3_09_ak.pdf

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Programmablauf für den 9. “Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main”

Programmübersicht BITTE HIER KLICKEN

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Deutsche Baumklettermeisterschaften 2008 in Bad Nauheim

Die 15. Deutsche Baumklettermeisterschaft findet vom

02. bis 03. Mai 2008

in Bad Nauheim

statt.

Veranstaltungsprogramm

Deutsche Baumklettermeisterschaft Bad Nauheim 2.-3.5. 2008

Donnerstag, 01.Mai  
12:00 bis 18:00 Uhr Materialcheck
ab 16:00 Uhr Vorführung des Arbeitskletterns, der Rettung und des Schnellkletterns
20:00 Uhr Ausgabe der Wettkampfshirts
Freitag, 02.Mai  
07:00 Uhr Frühstück
08:00 bis 19:00 Uhr Wettkampf in fünf Disziplinen
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
03.Mai. Samstag:  
09:00 Uhr Wettbewerb visuelle Baumkontrolle
11:00 Uhr Head-To-Head-Footlock, Schnellkletterwettbewerb
12:00 Uhr Empfang für Sponsoren und Ehrengäste
12:30 Uhr 15 Jahre DBM: Vorstellung aller Champions mit anschließender Gesprächsrunde
13:00 Uhr Frauen MasterChallenge
14:00 Uhr Männer MasterChallenge
17:00 Uhr Vortrag Jochen Pfisterer, Kronenarchitektur und habitusgerechter Baumschnitt
17:30 Uhr Vortrag Carsten Venzke, Ausschreibung von Baumpflegearbeiten
18:00 Uhr Vortrag Harmut Balder, Das Grüne Labor Coburg. Zur Entwicklung der verschiedenen Baumarten
18:30 Uhr Vortrag Frauke Stockrahm, Das Leonardo-Projekt. E-Learning-Projekt in der Baumpflege
20:00 Uhr Siegerehrung
21:00 Uhr Party
4.5. Sonntag: nur für ISA-Mitglieder
10:00 Uhr Vortrag Rolf Kehr, Krankheiten, Schädlinge und Klimaänderungen – Auswirkungen auf die regionale Baumartenwahl
11:00 Uhr ISA-Mitgliederversammlung (mit Imbiss)
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Giessen: Riesige Kastanie am City-Center stürzt um

Wie durch ein Wunder keine Personen verletzt – Hausfassade beschädigt – Warnungen eines Gutachtens nicht beachtet?

GIESSEN (jl). Bis in den benachbarten Seltersweg und die Bahnhofstraße konnte man das Krachen, Bersten und Klirren hören, als gestern – eine Minute nach 16 Uhr – die riesige, etwa 100 Jahre alte Kastanie in der Katharienengasse umstürzte und ihre Krone gegen die gegenüberliegende Hausfassade stürzte. Dass keine einzige Person in der um diese Zeit doch recht belebten Fußgängerzone auch nur den kleinsten Kratzer abbekommen hat, ist mehr als ein Wunder, zumal der Baum auch Teile des daneben liegenden Spielplatzes unter sich begrub. Dass es keine Verletzten gegeben hatte, war zunächst aber nicht klar. Und deswegen rückten sofort Rettungswagen, Notarzt, Feuerwehr und Polizei an der Unglücksstelle an und sperrten recht schnell den Gefahrenbereich ab.
Mehr als deutlich stach die Ursache für das Umstürzen des Baumes ins Auge: Wurzeln hatte die Kastanie offensichtlich gar keine mehr. Der gesamte Stumpf war abgefault. Dass der Baum vor fünf Wochen bei einem Standfestigkeitstest einer Zugkraft von mehreren Tonnen widerstanden hatte, erscheint angesichts seines nun offenbarten Zustandes unfassbar.
Über diesen, von der Stadt bei einem Baumstatiker aus Bad Vilbel in Auftrag gegebenen Test am 27. Februar, hatte der Anzeiger noch berichtet. Im September vergangenen Jahres hatte sich der Baum aus seiner an der Wand des City-Centers angebrachten Verankerung gelöst. Daraufhin wurde durch das Gartenamt die Krone gelichtet. Zudem wurden neue Halteseile angebracht, die jedoch gestern wie morsche Schnürsenkel zerrissen. Als sich der Baum trotz der Maßnahme merklich weiter neigte, wurde das Gutachten im Hinblick auf die Verkehrssicherheit in Auftrag gegeben.
Dieses Ergebnis muss aber inzwischen der Stadt vorgelegen haben, wie der Anzeiger in Erfahrung bringen konnte. Dieses soll auch den Rat beinhalten, umgehend Maßnahmen zu ergreifen. Welche, konnte die für das Gartenamt zuständige Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich gestern Nachmittag dem Anzeiger auf Anfrage nicht nennen. Sie kenne den Inhalt des Gutachtens noch nicht. Vertreter des Gartenamtes vor Ort aber offensichtlich schon, anders war das betretene Schweigen angesichts der Zerstörung aber auch der Erleichterung, dass keine Personen zu Schaden gekommen waren, nicht zu deuten.
Bereits kurz nach ihrem Eintreffen begannen die Kräfte der Berufsfeuerwehr über die Drehleiter, die gegen ein Haus gestürzte Krone zu zersägen. Diese hatte im zweiten Obergeschoss fünf Fenster einer Arztpraxis zertrümmert und die Fassade beschädigt. Den Rest des Baumes entfernten später Mitarbeiter des Gartenamtes. Dabei kam es offensichtlich in der Aufregung noch zu einem weiteren Zwischenfall. Bei der Anfahrt eines Lkws blieb dieser im Reichensand mit dem vermutlich nicht weit genug herabgesenkten Ladekran an der Fußgängerbrücke des Parkhauses hängen und riss Verkleidungsteile herunter.

Quelle: Giessener Anzeiger vom 3.04.2008

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“Bäume der Nationen” in Dietzenbach (von Sylvio Jäckel)

Dietzenbach. “Bäume der Nationen” – eine Schüleridee wird Realität

Im Frühjahr 2007 hatten sich sieben Schülerinnen der Heinrich-Mann-Schule in Dietzenbach am Planspiel “An den Schalthebeln der Macht” beteiligt und im Stadtparlament für ihre Idee der “Bäume der Nationen” geworben. Binnen Jahresfrist wurde aus der Idee Realität und die ersten Bäume sind bereits gepflanzt!

Dietzenbach ist eine hessische Kleinstadt vor den Toren Frankfurts mit einem relativ hohen Ausländeranteil von fast 30 %. Von den ca. 35.000 Einwohnern sind somit etwa 10.000 Einwohner fremder Nationalität, die aus 115 verschiedenen Nationen stammen. Integration ist daher in Dietzenbach kein Fremdwort sondern unbedingte Voraussetzung für ein friedliches Miteinander einer bunten Völkergemeinschaft, was nicht immer einfach ist.
Dies erklärt vielleicht, weshalb sich Sonja Schürl, Gülsüm Oktay, Ewgenia Fugel, Josephine Hemmerle, Joanna Treiber, Jasmin Slowik und Sylvie Pfeiffer, sieben Schülerinnen der Klasse 9aG der Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach zu einer Projektgruppe zusammenschlossen und die Idee der „Bäume der Nationen” gebaren:
Landestypische Bäume der 25 in Dietzenbach am häufigsten vertretenen Nationen sollten zusammen an einer zentralen Stelle in der Stadt gepflanzt werden und dort die verschiedenen Nationalitäten in der Stadt und ihr Zusammenleben symbolisieren. An jedem Baum sollte möglichst noch ein Schild angebracht werden, worauf steht, welche Nation er symbolisiert. “Man könnte auch etwas zu jeder Nation schreiben, wie sie leben und welche besonderen Eigenschaften diese mit sich bringen. Jede Nation hat eine kleine Geschichte. Bäume stehen für Leben, Glück, Zusammenhalt!” so das Plädoyer der jungen Projektgruppe. Die Finanzierung der Bäume sollte durch Baumspenden erfolgen.

Zur fachlichen Unterstützung wandten sich die Sieben an das städtische Gartenbauamt. Die fanden sie dort in Bernd Weber. Der überprüfte, welche Bäume im hiesigen Klima gedeihen und erstellte einen Pflanzplan nach Raumansprüchen und bestehenden Harmonien der Bäume . Außerdem begab er sich auf die Suche nach einem geeigneten Standort.

Für die 25 am stärksten vertretenen Nationen wurden folgende 21 Bäume ausgewählt:
Kiefer / Polen, wintergrüne Eiche / Spanien, Buche / Großbritannien, blaue Atlas-Zeder / Marokko, Birke / ehem. Sowjetunion / Eiche / Deutschland, Rosskastanie / Türkei, Schwarzkiefer / Österreich, Flügelnuss / Iran, Platane / Griechenland, Atlas-Zeder / Libanon,
Zelkove Korea, Feld-Ulme / Italien, Himalaja-Zeder / Pakistan, Afghanistan, Hainbuche / Niederlande, Linde / Rumänien, Eibe / Frankreich, Baumhasel / ehem. Jugoslawien,
Trauben-Kirsche / Japan, Mammutbaum / USA, Blumen-Esche / Ungarn (siehe Pflanzplan).

Die Projektgruppe stellte schließlich im Oktober 2007 ihr Projekt im Stadtparlament vor. Die Stadtoberen fanden sofort Gefallen an der Idee und signalisierten Unterstützung bei der Umsetzung.

Nach zunächst etwas schleppendem Anlauf spendeten zahlreiche Stadtverordnete, Privatleute, Institutionen, Vereine, Parteien und Kirchengemeinden für die “Bäume der Nationen”.

Bereits am 5. Dezember 2007 pflanzten dann die Gärtner des städtischen Betriebshofes die ersten “Bäume der Nationen”. Außer den Schülerinnen selbst waren auch Vertreter der Stadt und viele Baumspender zum ersten Spatenstich für die “Bäume der Nationen” gekommen. Als allererster “Baum der Nationen” wurde eine Zelkove für Korea gepflanzt.

Die Baumspenderin der koreanischen Zelkove sagt, sie habe keinen Moment gezögert, als sie von dem Projekt erfuhr: “Das ist eine tolle Sache. Die Stadt wird verschönert und wir können die Ideen der Jugend unterstützen.” Eine weitere Baumspenderin hat für eine Platane gespendet, weil sie Griechenland und Platanen liebt. Sie ist begeistert von der Idee, dem Zusammenleben der Kulturen durch die Natur Ausdruck zu verleihen.
“Das war die Intention”, sagt Sylvie Pfeiffer, “Bäume schlagen ja auch Wurzeln”.

Froh sind sie nun, ein bisschen stolz auch und immer noch “überrascht, dass alles so schnell umgesetzt worden ist. Das hat ja gerade mal ein Jahr gedauert!”, sagt Joanna Treiber, jetzt Zehntklässlerin der Heinrich-Mann-Schule. Und Jasmin Slowik bekräftigt: “Ich hatte eigentlich gedacht, dass das alles nur Theorie bleibt. Schließlich wurden in den letzten Jahren auch schon verschiedene Projekte von Schülern entwickelt, aber nie umgesetzt.”

Umso schöner für die Projektgruppe und ihren regen Projektbetreuer Michael Liebig, dass ihre Projektidee nicht nur gelobt, sondern auch umgesetzt wurde – und das sogar in sehr kurzer Zeit. Kompliment! Im Frühjahr wird die Fläche dann weiter von den Stadtgärtnern zu einer parkähnlichen Anlage umgestaltet und über die Jahre – hoffentlich – zu einem Ort der Völkerverständigung heranwachsen.

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