12. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main

Bericht von Sylvio Jäckel

Teilnehmer 

Am 8. Dezember 2011 fand in der Hessentagsstadt Oberursel der 12. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main statt. Der AK Kommunale Baumpflege Rhein Main ist eine Kommunikationsplattform für kommunale Bedienstete und Behördenvertretern im Rhein-Main-Gebiet, die sich in ihrer Stadt bzw. ihrer Behörde mit dem Thema Baummanagement befassen.  

Mit rund 80 Teilnehmern aus ca. 40 Städten und Behörden war das Treffen wieder ausgebucht.

Thomas Bücher, Fachbereichsleiter Grün des Eigenbetriebes Bau und Service der Stadt Oberursel, begrüßte die Teilnehmer des Arbeitskreises in Oberursel.
 Thomas Bücher

Oberursel ist mit ca. 44.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Hochtaunuskreis sowie die dreizehntgrößte Stadt in Hessen, liegt nordwestlich von Frankfurt am Main und war im Sommer 2011 Ausrichterin des Hessentags.Bücher erläuterte die Struktur des Eigenbetriebes BSO der Stadt Oberursel und gab einen Überblick über das Baummanagement in der Stadt. Im Baumkataster der Stadt, das im Jahr 2009 erstellt wurde, befinden sich ca. 10.000 Bäume. Die Altersstruktur des Baumbestandes weist mit nur 600 Jungbäumen einen relativ geringen Anteil an Jungbäumen aus. Einfachere Baumpflegearbeiten werden in Eigenregie, schwierigere Baumpflegearbeiten durch Fremdvergabe erledigt.
Bücher regte in seinem Vortrag an, den biologischen und monetären Wert von Bäumen stärker in das Bewusstsein der Bürger zu transportieren und verursachte Schäden an Bäumen konsequent durch Schadensermittlungen zu ahnden.

Dr. Markus Dietz, Inhaber des Instituts für Tierökologie und Naturbildung, referierte anschließend über Höhlenbäume im urbanen Raum und die artenschutzrechtliche Bedeutung dieses Lebensraumes.
Dr. Markus Dietz

Höhlenbäume beherbergen eine Vielzahl von Tieren wie Fledermäuse, Vögel (v.a. Spechte, Kleiber, Abendsegler, Meisen und Stare), Bilche, Haselmäuse, aber auch verschiedenste Käfer und Insekten.

Nach einem Überblick zum rechtlich verankerten Schutz von in Baumhöhlen lebenden Tieren im Artenschutzgesetz sowie im Bundesnaturschutzgesetz berichtete er von Ergebnissen einer Kartierung von Höhlenbäumen in der Stadt Frankfurt. Die kartierten Höhlenbäume werden besonders gekennzeichnet und die Mitarbeiter entsprechend geschult. Die Öffentlichkeit wird durch Vorträge und Führungen sensibilisiert.

Zur Zeit wird an der Erstellung eines FLL-Praxisleitfadens für Höhlenbäume gearbeitet. Darin sollen Infos zum Lebensraum Baumhöhle, zu Erkennungsmerkmalen, zur aktuellen rechtlichen Situation und zur Vorgehensweise der Sicherung artenschutzrechtlicher Belange enthalten sein. Der Leitfaden soll im Sommer 2012 erscheinen.

„Bauen im Bereich von Bäumen“ war im Anschluss daran das Thema von Matthias Zorn, öbv Baumsachverständiger aus Usingen/Taunus: „Zunächst muss geklärt werden, ob ein Erhalt eines Baumes überhaupt Sinn macht. Wenn dem so ist, muss ein konsequenter Schutz erfolgen. Nur dann hat ein Baum in einer Baustelle reelle Chancen zu Überleben.“

Zorn erläuterte die einschlägigen Normen zum Schutz von Bäumen  RAS LG 4 sowie die DIN 18920 und formulierte Anforderungen an eine Baustelleneinrichtung. Hierbei betonte er die Notwendigkeit von festen Schutzzäunen, „die im Gegensatz zu mobilen Schutzzäunen auch dort stehen bleiben, wo sie stehen sollen und nicht täglich woanders.“

Zur Standardisierung in der Vorgehensweise empfahl er die Verwendung einer Checkliste, damit in der Abwicklung nichts vergessen wird und dem Zufall überlassen bleibt. Ein Beispiel einer solchen Checkliste stellte er dabei vor.

Danach berichtete Landschaftsarchitekt Sylvio Jäckel, Stadt Dreieich, über positive und negative Erfahrungen bei der als Bürgerprojekt angelegten Realisierung von zwei Eichenalleen im Dreieicher Stadtteil Götzenhain (Bericht in Baumzeitung 03/2010).

Sylvio Jäckel

Sein Fazit: „Je besser die Werbung für ein Projekt, desto wahrscheinlicher ist auch der Erfolg.“ Und: „Wenn sich der Erfolg  einstellt, darf und sollte man auch darüber berichten, nicht zuletzt um anderen Mut zu machen ein Bürgerprojekt zu unterstützen oder gar zu initiieren – auch wenn es viel Arbeit macht!“

Nach der Mittagspause referierte Joachim Schnabel, öbv Sachverständiger für Pflanzenschutz aus Wöllstadt,
Joachim Schnabel
über den Asiatischen Laubholzbockkäfer und den Zitrusbockkäfer. Er beleuchtete die Lebensweisen und –zyklen der Käfer sowie die aktuelle Befallslage und Bekämpfungsmöglichkeiten. Schnabel: „Zur Zeit sind in Hessen keine Befallsgebiete bekannt. Dennoch erwartet das Julius-Kühn-Institut, Braunschweig, in den nächsten Jahren eine Etablierung der Käfer in Deutschland.“

Für die Befallssituation von weiteren pflanzenschädigenden Krankheiten und Käfern konnte er im Jahr 2011 im Rhein-Main-Gebiet kein Rückgang erkennen: „Trotz eines regenreichen Sommers war die Befallsrate relativ hoch.“ so Schnabel.

B.Sc. Markus Neu  von der Firma Gebrüder Krämer, Frankfurt,
Markus Neu

berichtete anschließend über die Auswirkungen von Kroneneinkürzungen auf Massaria. Zunächst erläuterte Neu ausführlich die Auswirkungen eines Massaria-Befalls auf Platanen und deren Risiko. Danach widmete er sich der Frage, ob Kroneneinkürzungen Kosten in der Pflege von mit dem Massaria-Erreger befallenen Platanen einsparen können und beantwortete diese positiv anhand eines Praxisbeispiels aus Frankfurt. Die Ergebnisse und Rückschlüsse wurden im Forum diskutiert.

Zum Ende der Veranstaltung erläuterte Dipl.Ing. Peter König von der Firma VulkaTec und Mitglied des FLL-Regelwerkausschusses „Baumstandorte / Standortsanierung“ die Pflanzgrubenbauweisen 1 und 2 der der FLL- Empfehlungen für Baumpflanzungen und gab anschauliche Beispiele aus der Praxis.
Peter König

König machte deutlich wie wichtig sowohl eine ausreichend große Pflanzgrube für den Baum als auch das verwendete Pflanzsubstrat ist.

Der 12. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main war wieder einmal sehr informativ und regte zum fachlichen Austausch, auch in den Pausen, an. Termin und Standort für das nächste Arbeitskreis-Treffen stehen noch nicht fest. 

Sylvio Jäckel

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Einladung zum 12. „Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main“

Einladung zum 12. „Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main“

Datum:          08. Dezember 2011

Gastgeber:  Stadt Oberursel Hessenstadt 2011 Bau und Service, Eigenbetrieb der Stadt Oberursel, Oberurseler Straße 54, 61440 Oberursel (Taunus)

Veranstaltungsort:  Taunushalle in Oberstedten, Landwehr 6

Veranstalter:           AK Kommunale Grünpflege Rhein Main                                                        
info@arbeitskreis-kommunale-baumpflege-rhein-main.de

Organisation:      
Thomas Bücher (Stadt Oberursel) Tel.: 06171-704 466
                                   Sylvio Jäckel (Stadt Dreieich) Tel.: 06103-601 457
                                   Matthias Zorn (Büro Zorn) Tel.: 06081-2643

Moderation:         Matthias Zorn (ö.b.v.SV) Gartenbau Sachverständigenbüro Zorn

Sponsoren:          Baumpflege Gebr. Krämer, SV Büro Zorn

TOP:1
9:00 – 9:30 Uhr Begrüßung

Michael Weise Erster Betriebsleiter BSO

Thomas Bücher  Fachbereichsleiter BSO

TOP:2
9:30 – 10:00 Uhr Aktuelles

Höhlenbäume im urbanen Raum und die artenschutzrechtliche Bedeutung dieses Lebensraumes
Herr Dr. Markus Dietz Institut für Tierökologie und Naturbildung
Um dem verborgenen Leben in alten Baumhöhlen auf die Spur zu kommen, führt das Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main zurzeit ein Projekt durch, bei dem in den Parks und Friedhöfen Frankfurts nach alten Bäumen mit Baumhöhlen gesucht wird.


[10:00-10:30 Kaffeepause]

TOP: 3
10:30 – 11:30
„Bauen im Baumbereich“ DIN 18920
Dipl.-Ing. Matthias Zorn ö.b.v.SV – Gartenbau Sachverständigenbüro Zorn
Anforderungen für eine fachgerechte Baustelleneinrichtung. Überwachung der Baustelle. Sicherung der Wasserversorgung. DIN 18920 und RAS LG4.
Praxisbeispiele und Vorstellung einer beispielhaften Dienstanweisung.

TOP 4: 11:30 – 12:00
„Erfahrungen beim Bürgerprojekt „Neuanlage einer Eichenallee“ in Dreieich-Götzenhain“-mit Diskussion bis zur Mittagspause-
Dipl.-Ing. Sylvio Jäckel Stadt Dreieich

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Bericht vom 11. AK Kommunale Baumpflege Rhein Main

Bericht vom 11. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main am 30.09.2010 in Bad Nauheim

Am 30. September 2010 fand in der Landesgartenschaustadt Bad Nauheim der 11. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main statt. Der AK Kommunale Baumpflege Rhein Main ist eine Kommunikationsplattform für kommunale Bedienstete im Großraum Rhein-Main, die in ihrer Stadt das Baummanagement organisieren. Mit 50 Teilnehmern war das Treffen, wie bereits in den Vorjahren, wieder ausgebucht.
img_0035_exposure.jpgBürgermeister Bernd Witzel begrüßte die Teilnehmer in Bad Nauheim. Die Kurstadt mit 31.000 Einwohnern liegt im Herzen des Wetteraukreises und ihre Bedeutung als Kurstadt ist in den Solequellen begründet. Ihre Nutzung lässt sich bis in das 5. vorchristliche Jahrhundert zurückverfolgen. Heute machen Bad Nauheim neue, ganzheitliche Untersuchungsmethoden und Angebote der Prävention in 14 Kliniken weit über Hessen hinaus bekannt.Witzel betonte, dass das Öffentliche Grün ein sensibler und sehr öffentlichkeitswirksamer Bereich sei. Er selbst habe als Bürgermeister über Jahre erfahren, „ dass jeder, der zu Hause zwei vertrocknete Geranien vor der Türe stehen hat plötzlich Fachmann ist“, wenn es um Bäume in der Stadt gehe. „Jeder will mitreden, das macht die fachliche Arbeit manchmal sehr schwierig.“ Entsprechend wichtig sei ein gutes Fachwissen der Mitarbeiter und der Austausch der Kommunen untereinander, der sicher noch intensiviert werden könnte. Bei der Frage, ob er die Landesgartenschau, wenn er es mit den gemachten Erfahrungen noch einmal zu entscheiden hätte, wieder bejahen würde, ließ er keinen Zweifel aufkommen: „Auf jeden Fall!“ würde er sich wieder dafür einsetzen.
Hans-Martin Hermann, Fachdienstleiter Grünflächen der Stadt Bad Nauheim und Frank Ludwig, Fachdienstleiter der Kur- und Servicebetriebe Bad Nauheim stellten im Anschluss kurz ihre Aufgabengebiete vor. Die 31 000 Einwohner- Stadt hat mit 60 ha Park- und Grünflächen und 11.500 kartierten Bäumen einen verhältnismäßig hohen Bestand an Grünflächen und Bäumen. In der Pflege befinden sich neben öffentlichen Grünflächen und dem Kurpark auch Objekt- und Straßenbegleitgrün, Sportplätze, 13 Kindertagesstätten und 28 Kinderspielplätze.Anschließend berichtete Baumsachverständiger Matthias Zorn aus Usingen/Taunus über Aktuelles aus der Baumkontrolle. Zunächst propagierte er das Modell der optimierten Kronenformen. Er zeigte auf, dass an Bäumen mit aus der Krone heraus ragenden Kronenteilen grundsätzlich Probleme vorprogrammiert sind. Als Lösung schlug er vor, Asteinkürzungen rechtzeitig vorzunehmen. Weiterhin berichtete er über steigende Jahreszuwachsraten von Fäulepilzen in Bäumen im Rhein Main – Gebiet. Invasive Untersuchungen an Bäumen haben gezeigt, dass in den letzten Jahren Zuwächse von zwei bis drei Zentimeter pro Jahr zu verzeichnen waren. „Vor einigen Jahren waren das im Mittel nur zirka ein Zentimeter pro Jahr“ konstatierte Zorn. Über Ursachen könne indes bisher nur spekuliert werden.Ein weiteres Thema war der Fremdbewuchs an Bäumen. Und hier im Besonderen der Efeu. Der Efeu schädige zwar den Baum nicht direkt, trotzdem könne er einen Baum als Licht- und Nahrungskonkurrent auf Dauer schwächen. So zum Beispiel in extremen Hitzephasen. „Da können dann schon mal ein paar Liter Wasser durch den dicken Efeustamm durchlaufen, das dem Baum dann einfach fehlt.“ so Zorn. Außerdem verwies er auf das Problem der Baumkontrolle: „Ein vollständig mit Efeu bewachsener Stammanlauf kann nicht kontrolliert werden. Es ist keine Aussage möglich.img_0038_exposure.JPGDanach referierte Joachim Schnabel, Sachverständiger für Pflanzenschutz, über aktuelle Entwicklungen aus dem Gebiet des Pflanzenschutzes. Zunächst berichtete er über Neues bei der Roßkastanienminiermotte. Diese habe in diesem Jahr in Freiburg zum ersten Mal eine dritte Generation ausgebildet. Ornithologen beobachten eine Nahrungsumstellung vor allem bei Kohl- und Blaumeisen sowie bei Rotkehlchen in den Städten. Nach Schätzungen würden bis zu 500 Larven am Tag von einem Vogel verzehrt. Der Eichenprozessionsspinner ist weiter auf dem Vormarsch. In Hessen sind ausschließlich Bacillus thuringiensis- und Neem- Präparate zugelassen. „In Bayern darf leider auch Dimilin eingesetzt werden“, erläuterte Schnabel, und verwies auf die breite Palette der Nebenwirkungen von Dimilin.Weiterhin berichtete er von sich neu etablierenden Schadinsekten, allen voran die aus Amerika eingewanderte Kirschfruchtfliege und die Walnussfruchtfliege, die so manchem Kleingärtner den Sommer verdorben hätten. Mit ihnen ist leider auch in den kommenden Jahren verstärkt zu rechnen.Die Extremwetterperioden im Sommer 2010 haben, so Schnabel, auch Schädlingspopulationen begünstigt: So habe die extreme Hitzeperiode beispielsweise für eine starke Eichensplintkäferpopulation gesorgt und der überaus nasse August habe einen starken Befall durch Welkepilze wie den falschen Mehltau,Verticillium,Monilia oder auch Blattschorf verursacht.
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Klaus Körber von der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, Veitshöchheim (LVG), knüpfte in seinem Referat an die Problematik der Klimaveränderungen an und machte sich Gedanken zur Baumartenverwendung in der Stadt in Zeiten des Klimawandels. Körber führte aus, dass der Klimawandel dazu führt, dass einige bislang gängige Stadtbaumarten zunehmend von Krankheiten und Schädlingen befallen werden und deshalb keine Verwendung mehr finden werden.
In diesem Zusammenhang berichtete er vom gestarteten Projekt „Stadtgrün 2021“ der LVG (siehe Bericht in Baumzeitung 2/2010) und stellte einige vielversprechenden Arten vor.Abschließend betonte Körber noch einmal die Schnelllebigkeit unserer Zeit im Bereich der Baumartenwahl: „Alle gemachten Aussagen gelten nur für den heutigen Tag. Bereits Morgen kann schon wieder ein neuer Erreger auftauchen, der in Windeseile eine Baumart dahinrafft und neue Lösungen verlangt.

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Landschaftsarchitekt Sylvio Jäckel, Obernburg / Stadt Dreieich, beendete schließlich den Vortragsreigen mit einem Referat zum Thema „Schäden durch Bäume – Wann zahlt die Kommunalversicherung?“. Jäckel zeigte anhand von Fällen aus der Praxis auf, welche Schäden durch Bäume entstehen können und in welchen Fällen die Kommunalversicherung haftet.Die Veranstaltung schloss mit einem Besuch der Landesgartenschau Bad Nauheim (LaGa) unter Führung des LaGa-Geschäftsführersimg_0061_exposure.JPGHartmut Kind. Kind zeigte sich ob der Tatsache, dass zwei Wochen vor Beendigung der Schau die 500.000 ste Besucherin begrüßt werden konnte zufrieden und erleichtert. Damit wurde das anvisierte Ziel erreicht (Anm.: Die LaGa zählte am Ende 521.511 Besucher). Er berichtete von planerischen und organisatorischen Schwierigkeiten vor und während der Schau. So konnte beispielsweise das große Ponton am See aufgrund langwieriger Genehmigungsverfahren erst einen Tag vor Beginn der Schau fertig gestellt werden. Ein Sturmtief hatte außerdem im Frühjahr 25 Großbäume im Goldsteinpark „gefällt“. Kind unterstrich dabei, wie wichtig eine schnelle und gute Zusammenarbeit zwischen Betreibergesellschaft und Stadt ist.

Der 11. AK Kommunale Baumpflege Rhein Main wartete wieder mit spannenden und aktuellen Referaten zum Thema Baummanagement auf und auch die Pausen wurden zum Austausch gut genutzt. Die große Nachfrage am Arbeitskreis zeigt auf, dass das Baummanagement in den Städten eine wichtige Rolle spielt und ein fachlicher Austausch notwendig und gewünscht ist. Trotz der hohen Nachfrage hat sich der Arbeitskreis darauf verständigt, den Teilnehmerkreis nicht weiter zu erhöhen und auch in den kommenden Jahren die Obergrenze bei 50 Teilnehmern zu belassen, um einen Austausch noch zu ermöglichen.Für den Arbeitskreis 2011 haben sich die Städte Bensheim und Rodgau beworben.

Sylvio Jäckel

ak-grun-2010-8.jpg Foto: Sylvio Jäckel

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11. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main 30.09.2010

Datum:                     30. September 2010
Gastgeber:              Stadt Bad Nauheim, Fachbereich 2 Stadtentwicklung 
                                    und Fachbereich 6 Kur- und Servicebetriebe

Tagungsort:            Kurbetrieb Bad Nauheim, Hohe Straße 19,
                                    61231 Bad Nauheim
           
Veranstalter:           AK Kommunale Baumpflege Rhein Main
                                    
info@arbeitskreis-kommunale-baumpflege-rhein-main.de

Organisation:         
Sylvio Jäckel (Stadt Dreieich) Tel.: 06103-601457
                                   Peter Heumüller  (Stadt Bad Nauheim)
                                   Tel.: 06032-343259
                                   Frank Ludwig (Stadt Bad Nauheim, Kur- 
                                   und Servicebetrieb )
                                   Tel.:  06032- 928121
                                  

Moderation:             Matthias Zorn (ö.b.v.SV) Gartenbau
                                    Sachverständigenbüro Zorn

TOP 1
9:00 – 9:20 Uhr Begrüßung

Herr Frank Müller-Fachbereichsleiter Kur- und Servicebetriebe Stadt Bad Nauheim
Herr Frank Ludwig-Fachdienstleiter Kur- und Servicebetriebe Stadt Bad Nauheim
Herr Nas-Martin
 Herrmann  Fachdienstleiter Fachbereich Grünflächen Stadt Bad Nauheim

TOP 2
9:20 – 9:40 Uhr Aktuelles aus der Baumkontrolle und Baumpflege
 (Team Zorn)

TOP 3
9:40 – 10:00 Uhr Aktuelles aus dem Pflanzenschutz
ö.b.v.SV Dipl.-Ing Joachim Schnabel
TOP 4
10:30 – 11:00
Versicherungsfälle durch Baumversagen. Wann zahlt die Kommunalversicherung?
Sylvio Jäckel, Stadt Dreieich

TOP 5
11:00 – 12:00
Zur Auswahl von Baumarten unter dem Aspekt des Klimawandels Dr. Susanne Böll / Dr. Philipp Schönfeld, Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG), Veitshöchheim

TOP 6 
13:00 – 16:00

Führung durch die Landesgartenschau 2010 Stadt Bad Nauheim (Hartmut Kind, Geschäftsführer der Landesgartenschau)


 

Einladung zum Download

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10. Arbeitskreis am 7. Oktober 2009 Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main

10. Arbeitskreis Begrüßung durch Jesuiten Pater Wendelin KösterPater Wendelin Köster hat in seiner Begrüßung eine Bogen von der Theologie zur Baumpflege gespannt.
Dipl.-Ing. Markus Auburger referiert über die Kontrolle waldartiger BaumbeständeDipl.-Ing. Markus Auburger referiert über die Kontrolle waldartiger Baumbestände
Herrr Bechleor a.S. Neu von der Fa. Gebüder Krämer referiert über die baumpflegerischen Maßnahmen zur Errichtung eines Ruhewaldes in der Stadt Mörfelden-WalldorfHerrr Bechleor a.S. Neu von der Fa. Gebüder Krämer referiert über die baumpflegerischen Maßnahmen zur Errichtung eines Ruhewaldes in der Stadt Mörfelden-Walldorf
Dipl.-Ing. Markus Langer (Büro Zorn) referiert über Erfahrungen zu Dringlichkeitsstufen für Baumpflege- und SanierungsmaßnahmenDipl.-Ing. Markus Langer (Büro Zorn) referiert über Erfahrungen zu Dringlichkeitsstufen für Baumpflege- und Sanierungsmaßnahmen
 Ass. Jur. Ralf Mandernach (GVV) referiert über die Verkehrsicherungspflicht bei kommunalen BaumbeständenAss. Jur. Ralf Mandernach (GVV) referiert über die Verkehrsicherungspflicht bei kommunalen Baumbeständen
ö.b.v.SV. Dipl.-Ing. Joachim Schnabel referiert über den aktuellen Stand “Krankheiten bei kommunalen Baumbeständen und Bekämpfungsmöglichkeiten”ö.b.v.SV. Dipl.-Ing. Joachim Schnabel referiert über den aktuellen Stand „Krankheiten bei kommunalen Baumbeständen und Bekämpfungsmöglichkeiten“

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Gehölzempfehlungen Baumschule Bruns

geholzliste_arbeitskreis_braunfels_bruns.pdf

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Dringlichkeitsstufen Baumpflegearbeiten

dringlichkeitsstufen11_3_09_ak.pdf

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Programmablauf für den 9. „Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main“

Programmübersicht BITTE HIER KLICKEN

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Deutsche Baumklettermeisterschaften 2008 in Bad Nauheim

Die 15. Deutsche Baumklettermeisterschaft findet vom

02. bis 03. Mai 2008

in Bad Nauheim

statt.

Veranstaltungsprogramm

Deutsche Baumklettermeisterschaft Bad Nauheim 2.-3.5. 2008

Donnerstag, 01.Mai  
12:00 bis 18:00 Uhr Materialcheck
ab 16:00 Uhr Vorführung des Arbeitskletterns, der Rettung und des Schnellkletterns
20:00 Uhr Ausgabe der Wettkampfshirts
Freitag, 02.Mai  
07:00 Uhr Frühstück
08:00 bis 19:00 Uhr Wettkampf in fünf Disziplinen
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
03.Mai. Samstag:  
09:00 Uhr Wettbewerb visuelle Baumkontrolle
11:00 Uhr Head-To-Head-Footlock, Schnellkletterwettbewerb
12:00 Uhr Empfang für Sponsoren und Ehrengäste
12:30 Uhr 15 Jahre DBM: Vorstellung aller Champions mit anschließender Gesprächsrunde
13:00 Uhr Frauen MasterChallenge
14:00 Uhr Männer MasterChallenge
17:00 Uhr Vortrag Jochen Pfisterer, Kronenarchitektur und habitusgerechter Baumschnitt
17:30 Uhr Vortrag Carsten Venzke, Ausschreibung von Baumpflegearbeiten
18:00 Uhr Vortrag Harmut Balder, Das Grüne Labor Coburg. Zur Entwicklung der verschiedenen Baumarten
18:30 Uhr Vortrag Frauke Stockrahm, Das Leonardo-Projekt. E-Learning-Projekt in der Baumpflege
20:00 Uhr Siegerehrung
21:00 Uhr Party
4.5. Sonntag: nur für ISA-Mitglieder
10:00 Uhr Vortrag Rolf Kehr, Krankheiten, Schädlinge und Klimaänderungen – Auswirkungen auf die regionale Baumartenwahl
11:00 Uhr ISA-Mitgliederversammlung (mit Imbiss)
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Giessen: Riesige Kastanie am City-Center stürzt um

Wie durch ein Wunder keine Personen verletzt – Hausfassade beschädigt – Warnungen eines Gutachtens nicht beachtet?

GIESSEN (jl). Bis in den benachbarten Seltersweg und die Bahnhofstraße konnte man das Krachen, Bersten und Klirren hören, als gestern – eine Minute nach 16 Uhr – die riesige, etwa 100 Jahre alte Kastanie in der Katharienengasse umstürzte und ihre Krone gegen die gegenüberliegende Hausfassade stürzte. Dass keine einzige Person in der um diese Zeit doch recht belebten Fußgängerzone auch nur den kleinsten Kratzer abbekommen hat, ist mehr als ein Wunder, zumal der Baum auch Teile des daneben liegenden Spielplatzes unter sich begrub. Dass es keine Verletzten gegeben hatte, war zunächst aber nicht klar. Und deswegen rückten sofort Rettungswagen, Notarzt, Feuerwehr und Polizei an der Unglücksstelle an und sperrten recht schnell den Gefahrenbereich ab.
Mehr als deutlich stach die Ursache für das Umstürzen des Baumes ins Auge: Wurzeln hatte die Kastanie offensichtlich gar keine mehr. Der gesamte Stumpf war abgefault. Dass der Baum vor fünf Wochen bei einem Standfestigkeitstest einer Zugkraft von mehreren Tonnen widerstanden hatte, erscheint angesichts seines nun offenbarten Zustandes unfassbar.
Über diesen, von der Stadt bei einem Baumstatiker aus Bad Vilbel in Auftrag gegebenen Test am 27. Februar, hatte der Anzeiger noch berichtet. Im September vergangenen Jahres hatte sich der Baum aus seiner an der Wand des City-Centers angebrachten Verankerung gelöst. Daraufhin wurde durch das Gartenamt die Krone gelichtet. Zudem wurden neue Halteseile angebracht, die jedoch gestern wie morsche Schnürsenkel zerrissen. Als sich der Baum trotz der Maßnahme merklich weiter neigte, wurde das Gutachten im Hinblick auf die Verkehrssicherheit in Auftrag gegeben.
Dieses Ergebnis muss aber inzwischen der Stadt vorgelegen haben, wie der Anzeiger in Erfahrung bringen konnte. Dieses soll auch den Rat beinhalten, umgehend Maßnahmen zu ergreifen. Welche, konnte die für das Gartenamt zuständige Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich gestern Nachmittag dem Anzeiger auf Anfrage nicht nennen. Sie kenne den Inhalt des Gutachtens noch nicht. Vertreter des Gartenamtes vor Ort aber offensichtlich schon, anders war das betretene Schweigen angesichts der Zerstörung aber auch der Erleichterung, dass keine Personen zu Schaden gekommen waren, nicht zu deuten.
Bereits kurz nach ihrem Eintreffen begannen die Kräfte der Berufsfeuerwehr über die Drehleiter, die gegen ein Haus gestürzte Krone zu zersägen. Diese hatte im zweiten Obergeschoss fünf Fenster einer Arztpraxis zertrümmert und die Fassade beschädigt. Den Rest des Baumes entfernten später Mitarbeiter des Gartenamtes. Dabei kam es offensichtlich in der Aufregung noch zu einem weiteren Zwischenfall. Bei der Anfahrt eines Lkws blieb dieser im Reichensand mit dem vermutlich nicht weit genug herabgesenkten Ladekran an der Fußgängerbrücke des Parkhauses hängen und riss Verkleidungsteile herunter.

Quelle: Giessener Anzeiger vom 3.04.2008

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